1968 und die DDR: Das aktuelle Heft

Das aktuelle Heft wird in einer Veranstaltung

am 10. Dezember 2007 um 19 Uhr in der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in der Luisenstraße 18, 10117 Berlin-Mitte vorgestellt.

Es diskutieren:

Helmut Dutschke (erlebte dieses Jahr in der DDR, während sein Bruder Rudi im Westen eine Symbolfigur war),

Bernd Eisenfeld (verteilte Flugblätter gegen den Einmarsch in die CSSR und wurde dafür zu langer Haft verurteilt),

Gerd Poppe (traf sich 1968 mit westlicher Protest-Prominenz, war in der DDR-Opposition und später Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung),

Claudia Wegner (sagte, dass 1968 ihr politisches Erwachen war. Seither fand sie sich in bewusster Ablehnung des DDR-Regimes) und

Dr.Ilko-Sascha Kowalczuk (war 1968 erst ein Jahr alt. Für den Historiker der Gauck-Behörde ist diese Zeit heute ein interessanter Forschungsgegenstand).

Horch und Guck kann als Einzelheft (5,90 Euro zzgl. Versand) bestellt oder abonniert werden (vier Hefte kosten im Abonnement 20 Euro). Eine Email an hug@buergerkomitee.org genügt.

Inhalt des aktuellen Hefts 58

Editorial. S. 1
Themenschwerpunkt: 1968 und die DDR
Peter Grimm: Zwischen Prag und West-Berlin. 1968 in der DDR. S. 4
Ilko-Sascha Kowalczuk: „Die Zurückhaltung ist ein Megaphon.“ Der Prager Frühling in der DDR 1969-1989.
Ein Essay. S. 6 Christian Kurzweg: „Jetzt machen wir mal sozialistischen Tourismus.“ Die SED und der Prager Frühling. Berichte aus dem Bezirk Leipzig. S. 10
Ilona Scherm: Die Erinnerung an den Einmarsch. Biographische Interviews an der deutsch-tschechischen Grenze. S. 16
Elke Mehnert: Keine Ersatzöffentlichkeit. Die Spuren von Prag 1968 in der DDR-Literatur. S. 20
Sabine Sölbeck: Literatur als Medium politischer Konsequenz. Der Autor Thomas Brasch. S. 24
Jan Faktor: Meine ganz privaten Ansichten zu Prag 1968. S. 28
Richard Wagner: Die Stunde des Nationalkommunismus. 1968 in Rumänien. S. 32
Roland Hofwiler: Die vergessene Bewegung. Jugoslawische Studentenproteste 1968. S. 34
Mareike Witkowski: Umdeutungen und Leerstellen. Die Berichterstattung über die westdeutsche Studentenbewegung in der Presse der DDR

Lebensläufe
Karin Wieckhorst: „Ohne Stativ hätte ich die Fotos nicht machen können.“ Über die Sprengung der Leipziger Universitätskirche am 30. Mai 1968. S. 42
Claudia Wegner: „Durch ’68 fing auch mein politisches Erwachen an.“ Über Versuche antiautoritärer Erziehung in der DDR. S. 44
Themen
Thomas Widera: Aspekte der Benachteiligung von Bausoldaten im DDR-Bildungssystem. S. 48
Frank Joestel: Das staatsfeindliche SED-Zentralorgan. Die Fälschung des Neuen Deutschland durch das Hamburger Magazin Tempo im Frühjahr 1988. S. 52
Peter Grimm: Erfolgloses Drehbuch. Die Aktion „Falle“ und ihr Scheitern. Ein Zeitzeugenbericht zur Durchsuchung der Ost-Berliner Umwelt-Bibliothek 1988. S. 56

Aktuell und Kontrovers
Wie weiter mit den Stasi-Akten? Protokoll einer öffentlichen Diskussion vom 2. Oktober 2007. S. 58
Jochen Hecht: Die Stasi-Unterlagen-Behörde – ein Spezialarchiv auf Zeit? S. 64
Uta Gerlant: KGB im Baltikum. Dokumente im Internet. S. 68

Rezensionen
Karl Wilhelm Fricke über Georg Herbstritt: Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage. S. 72
Jochen Staadt über Jens Gieseke (Hg.): Staatssicherheit und Gesellschaft. S. 74
Katharina Gajdukowa über Michael Boehlke, Henryk Gericke: Too much future.
Punk in der DDR und über Angela Kowalczyk: Wir haben gelebt! S. 76
Martina Weyrauch über Petra Haustein: Geschichte im Dissens. S. 78
Ehrhart Neubert über Hartmut Zwahr: Die erfrorenen Flügel der Schwalbe. S. 80